Withings Waage

Withings Waage

Gesund leben – das wird heute auch gleichgesetzt mit gesunder, ausgewogener Ernährung. Und natürlich mit dem richtigen Körpergewicht. Es muss nicht jeder als Bohnenstange durch’s Leben gehen, aber einigermaßen in Form bleiben – im wahrsten Sinne des Wortes – hat schon seine Vorteile.

Das richtige Gewicht soll also her (oder gehalten werden). Doch was man nicht misst, das kann man auch nicht kontrollieren, und was man nicht kontrolliert, das läuft aus dem Ruder. Wer sich nur auf den Blick in den Spiegel verlässt, erlebt womöglich beim nächsten Betreten einer Personenwaage eine unangenehme Überraschung. Vielleicht hätte Mann sich doch mal seitlich vor den Spiegel stellen und Frau mal das Licht im Badezimmer anschalten sollen?
Nein, so richtig messen kann man sein Gewicht eben doch nur mit einer Waage. Doch die Waage allein löst das Problem nicht, das Gewicht will auch noch über einen längeren Zeitraum beobachtet werden, und das bedeutet: Gewicht und Datum notieren – und den Zettel nicht verlieren.

Klingt nach Scheitern. Und wozu leben wir eigentlich in einer Zeit der Vernetzung? Während wir alle noch auf den Kühlschrank mit Internetanschluss warten, der dann ständig Milch bestellt, die keiner trinkt, stellen wir uns doch lieber eine vernetzte Waage ins Badezimmer. Und zwar eine, die unser Körpergewicht nicht nur anzeigt, sondern gleich noch notiert und in hübschen Grafiken darstellt! Und die schick aussieht und sich in unsere Gadget Infrastruktur einfügt. Ich sage nur: iPhone, iPad, App, WLAN. Oder eben Android ;-)

Die US-Firma Withings hat eine solche Waage bereits vor einiger Zeit auf den Markt gebracht, und das gute Stück ist auch in Deutschland für ca. 130,- € erhältlich.

Die Waage wird mit einem USB-Kabel geliefert, mit dem man die initiale Konfiguration vornimmt. Diese besteht im Wesentlichen aus der Verbindung mit dem eigenen WLAN – ohne WLAN geht es nicht – und der Zuordnung zu einem persönlichen Account auf withings.com. Dort kann man sich dann später seine Messdaten anschauen – entweder im Webbrowser, oder mit einer der kostenlosen Apps, die es für iOS (iPad und iPhone) und für Android gibt. Dabei wird nicht nur das Gewicht, sondern auch der Fettanteil gemessen, was einigermaßen verlässlich zu funktionieren scheint.

Withings App

Foto: Withings

Die Waage kann das Gewicht von bis zu acht Personen messen und speichern, wobei die Personen an ihrem Gewicht erkannt werden – soweit das möglich ist. So kann man die Waage mit der ganzen Familie nutzen, ohne gleich alle zu einer Schulung schicken zu müssen. Ich finde insbesondere interessant, den Gewichtsverlauf der Kinder zu beobachten – im Gegensatz zum eigenen Gewicht freut man sich da ja noch, wenn es bergauf geht.

Darstellung Gewichtsverlauf

Foto: Withings

Die Withings Waage ist nicht wirklich billig, und es mag bessere, genauere Waagen geben. Wer aber die richtigen technischen Voraussetzungen mitbringt (WLAN, Computer, besser noch: Smart Phone oder Tablet), der kann mit dieser vernetzten Personenwaage ohne viel Mühe die Daten der ganzen Familie im Blick behalten. Der Blick auf die Auswertungen motiviert ungemein, und das Ritual “morgens stellt sich jeder auf die Waage” ist deutlich leichter durchzuhalten, wenn man am Computer oder auf dem Handy so leicht die Resultate mitverfolgen kann.

Ganz nebenbei dürfte es mit der Withings Waage leichter fallen, ein Diät-Ziel zu verfolgen und zu erreichen. Wem dazu das Feedback aus der App noch nicht reicht, der kann ja seine Erfolge regelmäßig (und direkt aus der App) auf Facebook veröffentlichen. So an den Pranger gestellt, schmelzen die Pfunde dahin wie Butter in der Sonne.

Hoffentlich.